Perspektiven auf Kunst


Unbekanntes

Wenn man ein Kunstobjekt im öffentlichen Raum sieht, ist man zunächst mit etwas Unbekanntem konfrontiert, mit etwas, das mindestens soviele Sichtweisen zulässt, wie es Perspektiven darauf gibt.
Kunst im öffentlichen Raum schafft zuerst einmal diesen Interpretationsspielraum aus unterschiedlichen Betrachtungs-, Handlungs-, und Deutungsmöglichkeiten. Was kann ich erkennen? Auf welche Gedanken bringt mich das Kunstwerk? Kann ich damit etwas tun? Was kann es mir erzählen?

ein Kunstvermittlungsprojekt

Perspektiven auf Kunst ist ein Kunstvermittlungsprojekt an niederösterreichischen Landesberufsschulen, das von der Abteilung Kunst und Kultur des Landes Niederösterreich / Kunst im öffentlichen Raum initiiert und beauftragt wurde. Jeweils in Sichtweite des Kunstwerks steht eine Tafel, in die die Silhouette der Arbeit eingeschnitten ist. Eine Frage zum Kunstwerk motiviert zur genauen Betrachtung. Ein Link führt auf diese Webseite. Hier findet man vertiefende Information und es gibt es hier die Möglichkeit, die eigenen Gedanken und Perspektiven zum Kunstwerk online festzuhalten. So entsteht ein sich ständig erweiternder Horizont aus Blickwinkeln und Leseweisen auf die jeweilige künstlerische Arbeit.

Folgende Werke sind derzeit im Projekt vertreten:

„De-Demolition“ von Arturo Hernández Alcázar – LBS Amstetten
„Form und Konsistenz“ von Agnes Fuchs – LBS Baden
„Peer Group“ von Gabriele Edlbauer – LBS Mistelbach
„Mistelbach ist die Mitte der Welt“ von Alois Mosbacher – LBS Mistelbach
„Masse der Klasse“ von Elvedin Klačar – LBS Neunkirchen
„Schuluhr“ von Olaf Nicolai – LBS Neunkirchen
„Chaos im Regal“ von Susanne Schuda und Florian Schmeiser – LBS Theresienfeld
„mischla“ von Leni Hoffmann – LBS Waldegg

 

Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich


600 Projekte in ganz Niederösterreich

Niederösterreich hat sich nicht nur innerhalb von Österreich sondern auch international mit Kunst im öffentlichen Raum einen Namen gemacht. Es gibt europaweit keine vergleichbare Region mit solch einem dichten Netz an künstlerisch hoch qualitativen Arbeiten und deren Verankerung in den Gemeinden. Mit dem Kulturförderungsgesetz von 1996 als Grundlage, das statt der 1% Regelung für Kunst am Bau eine fortschrittliche Poollösung einführte, werden seit 20 Jahren konsequent künstlerische Projekte im öffentlichen Raum realisiert. In dieser Zeitspanne konnten über 600 unterschiedlichste Projekte umgesetzt werden, die von der autonomen Skulptur über Stadtmöblierung bis hin zu temporärer Kontextualisierung und kommunikativen Intervention, Gestaltung von Plätzen, Konzepten von Mahnmalen und Kunstprojekten in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung reichen.
Begleitend zur Umsetzung von Projekten vor Ort nimmt Vermittlung eine wichtige Rolle ein. Neben einer ausführlichen Website, die auch als Archiv funktioniert, einer Publikationsreihe und vielfältigen Folderproduktionen werden seit 10 Jahren Landpartien zur Kunst im öffentlichen Raum angeboten sowie spezifische Vermittlungsformate entwickelt.

Link zum publicart.at